Türkische Jugendliche müssen zu Hause bleiben

Deutsch-Türkische Jugendbegegnung wegen Ausnahmezustand abgesagt

Eine Jugendbegegnungswoche zwischen 22 türkischen Jugendlichen und 22 deutschen Jugendlichen aus dem Lahn-Dill-Kreis (Hessen) wurde heute kurzfristig vom EU-Koordinator der Partnerschaftsprovinz Bursa abgesagt. Obwohl Unterkunft, Flug und vielfältiges Programm feststanden und Gelder vom EU-Programm Erasmus Plus beantragt waren, erhielt das Partnerschaftsbüro des Lahn-Dill-Kreises mit seinem neuen Partnerschafsdezernenten Wolfram Dette (FDP) heute die Absage per Mail.
Zur Begründung wurde in englischer Sprache mitgeteilt, dass die Mobilität der Jugendlichen durch den Ausnahmezustand in der Türkei sehr eingeschränkt sei. Die Jugendbegegnung müsse daher auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werde. Die Jugendlichen im Alter zwischen 17 und 20 Jahren, sind alle aktive Fussballer*innen. Wenn alles nach Plan gelaufen wäre, hätten sie mit 22 jungen Fußballer*innen aus dem Lahn-Dill-Kreis 5 Tage im CVJM-Freizeitzentrum Rodenroth verbracht. Die Begegnungswoche sollte unter em Thema stehen: „Fremdenfeindlichkeit gestern und heute – Wir stehen auf!“

Das Frauenbild im Islam

ein kurzes Interview mit Sigrid Herrmann-Marschall im Anschluss an ihren Vortrag zum Thema „Die Frau im Islam – gesellschaftliche Reibungspunkte und die Rolle der muslimischen Verbände“. Der Verein „Pro Polizei“ hatte zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Erster Wetzlarer Interkultureller Rat

Interkultureller Rat

Der Interkulturelle Rat hat die Aufgabe, den Integrationsprozess zu fördern, auf die kommunalpolitische Willensbildung einzuwirken und dabei die gesellschaftliche Vielfalt durch Beteiligung aller relevanten Gruppen widerzuspiegeln. Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD), der dem Rat kraft Amtes angehört, wies darauf hin, dass die Stadtgesellschaft immer bunter werde. Mehr als 30 Prozent der Einwohner hätten einen Migrationshintergrund aus 115 verschiedenen Nationen, 12 Prozent hätten keine deutsche Staatsbürgerschaft. Er rief dazu auf, das Zusammenleben aktiv zu gestalten „Wir definieren, wie wir miteinander leben wollen. Wir legen die Grundlage für die Zukunft unserer Stadt.“ Das „Integrierte Handlungskonzept“, das von der Stadtverordnetenversammlung 2013 beschlossen wurde, habe dazu die Einrichtung eines Interkulturellen Rates empfohlen, die man nun verwirklicht habe. Dem Rat gehören 28 Vertreter unterschiedlicher Vereinigungen an, die von der Stadtverordnetenversammlung gewählt wurden. Continue reading

Wenn die Rechten Recht bekommen…

Haiger übergibt Rechtsradikalen das Hausrecht. Polizei, Staatsschutz und Ordnungsamt schauen zu wie die Pressefreiheit massiv eingeschränkt wird. Journalisten werden an ihrer Arbeit gehindert und bedroht.
Völkisches, antisemitisches und rassistische Aussagen sind nur für die hörbar, die direkt an den Lautsprechern stehen: die  rechten Demonstrant*innen, die Polizist*innen, der Staatsschutz, die  Ordnungshüter*innen und einige Gemeindebeamt*innen im Rathaus. Keiner von ihnen schreitet ein, als einer der Teilnehmer*innen zweimal den Hitlergruß zeigt: Continue reading

In den Sommerferien ans Meer oder in die Berge?

Strand und Berge, Reiten und Abenteuer – die Ferienfreizeiten des Lahn-Dill-Kreises bieten Abwechslung für Kinder und Jugendliche.

Bei diesen Freizeiten sind noch einige wenige Plätze frei – schnell anmelden, es lohnt sich!

  • Sommerfreizeit in Greifenstein-Rodenroth für Jungen und Mädchen von 8 bis 12 Jahren; 17. bis 23. Juli 2016; 199,00 Euro/Person.
  • Der Berg ruft: Erlebnisfreizeit in Österreich für Jugendliche von 11 bis 15 Jahren, 23. bis 30. Juli 2016; 315,00 Euro/Person.
  • Spiel, Spaß und Spannung am Timmendorfer Strand:Sommerfreizeit für Kinder und Jugendliche von 10 bis 15 Jahren, 5. bis 14. August 2016; 349,00 Euro/Person.
  • Robin Hood und Maid Marian in Rodenroth-Forest: Sommerfreizeit in Greifenstein-Rodenroth für Jungen und Mädchen von 8 bis 12 Jahren, 15. bis 21. August2016; 199,00 Euro/Person.

Achtung! Für alle Freizeiten gilt: Geschwister erhalten ab dem 2. teilnehmenden Kind einen Nachlass von 25,00 Euro. Unter bestimmten Voraussetzungen können Eltern einen Antrag auf Beihilfe zu Maßnahmen der Kinder- und Jugenderholung stellen.

Informationen und Anmeldung: Fachdienst Kinder- und Jugendförderung des Lahn-Dill-Kreises, Karl-Kellner-Ring 51, 35576 Wetzlar, Marta Orantek, Tel. 06441 407-1527, E-Mail: marta.orantek@lahn-dill-kreis.de und Tanja Honold, Tel. 06441 407-1537, E-Mail: tanja.honold@lahn-dill-kreis.de. Weitere Infos auch unter www.lahn-dill-kreis.de.

Aufnahme von Schutzsuchenden aus Griechenland

Die Flüchtlingsräte der Bundesländer, PRO ASYL und zahlreiche Flüchtlingsinitiativen fordern die Aufnahme von Schutzsuchenden aus Griechenland in Deutschland.

Das Flüchtlingscamp in Idomeni ist geräumt. Tausende Geflüchtete wurden in menschenunwürdige Aufnahmelager und Gefängnisse in Griechenland verteilt und damit aus dem Fokus der Öffentlichkeit entfernt. Ihnen droht die Abschiebung in die Türkei. Continue reading

Duo klebt „Spuckies“ mit rechtspolitischem Inhalt –

 aufkleber - 1

Nachdem am Fronleichnamwochenende in der Wetzlarer Innenstadt sogenannte „Spuckies“ mit rechtspolitischem Inhalt verklebt wurden, konnte eine Streife der Wetzlarer Polizei zwei Tatverdächtige dingfest machen. In der Nacht von Fronleichnam (26.05.2016) auf den 27.05.2016 meldete sich um kurz nach Mitternacht ein Zeuge aus der Fontanestraße bei den Wetzlarer Ordnungshütern. Er hatte kurz zuvor eine Frau und einen Mann beobachtet, die an Straßenlaternen, Briefkästen und Türen Aufkleber anbrachten. Continue reading

Gegen ein Festival der Angst – für Freiheit in Eritrea

Hunderttausende Menschen fliehen aus Eritrea. Sie fliehen aus einer Militär-Diktatur, die ihnen jeden Raum zum Leben nimmt. Lebenslanger Einzug ins Militär, Sippenhaft von Familien, Gefängnis und Verschleppung von Kindern; Vergewaltigung von Frauen, Erpressung von Geldern, Verfolgung von Christen – dies ist nur eine kleine Liste der Abscheulichkeiten, die die seit über 20 Jahren regierende Militärdiktatur gegen ihre Bevölkerung anwendet. Continue reading

am 29. April trafen sich ca. 100 Menschen aus der rechten Szene (von NPD bis „III. Weg“) auf dem Marktplatz von Haiger. 700 Bürger*innen aus Haiger und Umgebung zeigten engagiert und kreativ ihr Missfallen. Mit bunten Transparenten, lauter Musik und klaren Statements setzte Haiger ein Zeichen gegen die rassistische Hetze und für eine menschenfreundliche Zukunft. Der Hass und der Rassismus, der aus den Lautsprechern der Rechtsradikalen tönte, löste sich Gott sei Dank in Luft auf, bzw. landete auf dem Tisch des Staatsanwaltes. Jung und alt demonstrierten wie wertvoll ihnen eine Demokratie ist, die die Menschenrechte schützt und verteidigt. Ein wichtiges Signal für viele Orte im Lahn-Dill Kreis!

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