Gießener Friedensnetzwerk

Osterfriedensaktion 2014

Krieg löst keine Probleme
100 Jahre :1. Weltkrieg
75 Jahre : 2. Weltkrieg
70 Jahre: Bombardierung der Stadt Gießen

Kundgebung Ostersamstag, 19.April, 12.00 Uhr
Kirchenplatz, Gießen
mit
Klaus Zecher (DGB- Kreisvorsitzender)
Eva Berck & Heide Blum (Frauen für den Frieden) Burkhard Staude (IPPNW)

2014 jährt sich zum 100. Mal der Beginn des 1. Weltkriegs und zum 75. Mal der Beginn des 2. Weltkriegs. Nach dem Ende 1945 gab es eine breite Grundstimmung „Nie Wieder!“ Aber seit Jahren wird Krieg Schritt für Schritt wieder zu einem selbstverständlichen Teil der deutschen Politik. Begründung: Bündnistreue, Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, Helfen müssen. Seit Jahren wird in unserem Land zielstrebig darauf hingearbeitet, dass die Bundeswehr aktiv in Kriege eingreifen kann. Im Grundgesetz steht es anders.
Die Begründung wie Verteidigung von Menschenrechten und Schutz demokratischer Bewegungen ist schon längst durch die Praxis bisheriger Militäreinsätze widerlegt. Es geht um machtpolitische Ziele, um Rohstoffe, deren Transport und Märkte. Unsere Vorstellung von gewachsener Verantwortung Deutschlands in der Welt sieht anders aus.

Wir fordern
Eine Entwicklungspolitik, die wirklich hilft
Einsatz für Flüchtlinge
Stopp von Rüstungsexporten
Die Beendigung der Auslandseinsätze der Bundeswehr

Die Bundeswehr verlangt die Anschaffung von Kampfdrohnen. Ihr Einsatz bedeutet gezielte Tötung von Menschen innerhalb und außerhalb von Kriegen, ohne Anklage, Verfahren und Urteil. Das ist in unseren Augen Mord.

Ohne Frieden ist kein Problem lösbar. Hinzukommen müssen die Achtung der Menschenrechte und gegenseitiges Vertrauen, damit die globalen Herausforderungen wie Hunger, Umweltverschmutzung und der Klimawandel erfolgreich gelöst werden können.

Friedensnetzwerk Gießen
(Frauen für den Frieden, Gießener Friedensinitiative, DGB-Kreisverband Gießen,
Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung(IPPNW))
v. i. S. d. P.: Heide Blum, Christa Schreier

Aufruf zum Frankfurter Ostermarsch 2014
Krieg löst keine Probleme
Die Waffen nieder –
2014 so aktuell wie 1914

Ostermontag, 21. April
13.00 Frankfurt, Römerberg

In diesem Jahr jährt sich zum hundertsten Mal der Beginn des ersten Weltkrieges, eines vom Deutschen Kaiserreich gewollten Krieges. Dagegen gab es bereits damals eine massive Anti-Kriegs-Stimmung. Die vor 1914 verbreitete Parole „Die Waffen nieder“ gilt für uns auch heute noch. Wir wollen zu Ostern 2014 deshalb Position beziehen für Frieden, Abrüstung und friedliche Problemlösung. Wir wollen zeigen, dass wir aus der Geschichte gelernt haben, damit sich diese nicht wiederholt.
Wir demonstrieren zu Ostern gegen eine Politik, die auf neue Großmachtstärke setzt, womit weltweit vorhandene, kriegerische Konflikte verschärft werden.
Rüstung und Militär verschlingen Ressourcen, die insbesondere für soziale und ökologische Herausforderungen dringend benötigt werden.
Wir fordern deshalb:

• keine Auslandseinsätze der Bundeswehr
• Stopp aller Waffenexporte, stattdessen Rüstungskonversion
• Bundeswehr raus aus Schulen und Arbeitsagenturen,
• keine Rüstungsforschung an Hochschulen
• Ächtung und Abschaffung von militärisch genutzten Drohnen, Atom-waffen, Uranmunition und Landminen
• Friedensinitiativen in Krisenregionen anstatt militärischer Drohgebärden
• Schutz für Menschen, die von Krieg und Diskriminierungen in ihrer Heimat betroffen sind und eine humane Lebensperspektive suchen
• eine demokratische und offene Gesellschaft ohne Massenüberwachung

Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Gießen
treffen sich um 9.30 im Bahnhof Gießen, um gemeinsam mit dem Zug nach Frankfurt zu fahren.
Die Gießener Ostermarschierer nehmen dann ab 11.00 am Sternmarsch teil, der von vom Amerikanischen Generalkonsulat (Gießener Straße) zum Römerberg führt. Dort beginnt um 13.00 Uhr die Abschlusskundgebung.