ein offener Brief

Sehr geehrte Mitbürger und Mandatsträger,

“Das Parkhaus macht keinen Sinn und erfüllt deshalb auch keinen Zweck“!

… die heutige Überschrift des Artikels der WNZ: „Prüfer erteilen Parkhaus freie Fahrt“ ist eine einseitige Darstellung der s.g. „Wahrheit“ einiger unserer Stadtverantwortlichen. Wichtigste Nachricht für Dr. Viertelhausen sei, Zitat: „dass der Verkehr rund um das Parkhaus funktionieren werde“. Zitat Ende. Unser total überforderter Dr. Viertelhausen will die wirklich wichtigen Fragen um das Parkhaus herum „zu einem späteren Zeitpunkt“ klären und Details entscheiden, wenn der Bebauungsplan (im beschleunigten Verfahren nach §13 BauGB) – vermutlich im September 2020 – rechtskräftig wird.

Ich frage mich: Wo leben wir hier eigentlich“? Wir erleben mit dem Parkhaus z.Zt. die gleiche Taktik wie in den Projekten KITA-Verlagerung und „Dom-Höfe“ mit KINO!

Erst dividiert man die ganz klar voneinander abhängigen und zusammengehörigen Projekte rechtswidrig auseinander, um dann, weitgehend „am Bürger vorbei“, die wichtigen Fragen „zu einem späteren Zeitpunkt“ zu beantworten. Und dies ohne eine echte Beteiligung der Bürger, im Gegenteil, die Bürger werden hier einfach nur noch verarscht und für blöd verkauft! Der gesamte Vorgang schreit förmlich zum Himmel!

Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen hat eine umfangreiche flächige Untersuchung des Grundstückes in der Goethestraße zur Auflage gemacht. Die archäologischen Grabungen laufen z.Zt. – bleibt zu hoffen, dass man hier umfangreich fündig wird. Statt das Ergebnis abzuwarten tut man so, als könne dort ja wohl nichts Wesentliches gefunden werden. Man treibt die Dinge einfach weiter voran – unglaubwürdig ist das!

 

 

Schaut man sich einmal das INNENSTADTENTWICKLUNGSKONZEPT WETZLAR ISEK an, so ist unter 4.1.2 DAS PARKEN auf Seite 65+folgende zu lesen: Zitat: „Mit den genannten Stellplatzanlagen kann die Stadt aktuell ihren Stellplatzbedarf im Wesentlichen decken“. Zitat Ende. Weiterhin steht dort, dass evtl. Neuanlagen von Parkplätzen zukünftig „als Tiefgaragen“ ausgeführt werden sollten. In Abb. 109 wurde als Vorbild Maastrich erwähnt, mit einer Tiefgarage unter dem Park.

Weiterhin wird in ISEK ausgeführt: Zitate: „Neben der Überlegung neue Parkbauten oder Parkplätze anzulegen, sollten die bestehenden Parkplätze kritisch hinterfragt und bezüglich ihrer Nutzungsmöglichkeiten untersucht werden“ UND: „Die vorhandenen Stellplatzkapazitäten sind dann ggf. in Verbindung mit anderen Nutzungen unter die Erde zu verlagern“. Zitate Ende.

Die vorrangigen Handlungsempfehlungen für die Altstadt aus ISEK werden mit Füssen getreten. Das Projekt ISEK und weitere von der Stadt in Auftrag gegebenen Projekte sind reine Makulatur die dem Bürger „demokratisches Handeln“ vorgaukeln soll – angewendet wird daraus so gut wie nichts!

Liebe Mitbürger und Mandatsträger, wir alle haben dieser Tage Zeit und Muße zur Besinnung. Ich hoffe und wünsche Ihnen dass Sie gesund bleiben!

Ich empfehle Ihnen in dieser Zeit der Besinnung, lesen Sie das Buch von Ewald Hetrodt „DIE UNVERFRORENEN – Wie Politiker unsere Stadt als Beute nehmen – Ein Exempel“. Entdecken Sie darin die Parallele zu Wetzlar. Es betrifft nur eine Handvoll „Unverfrorener“ um unseren OB Wagner herum, die unsere schöne Stadt Wetzlar als Beute nehmen! Die eigentlich verantwortliche Stadtverordnetenversammlung wird von dieser Handvoll „Unverfrorener“ über den Tisch gezogen. Und es betrifft die Besetzung mit „getreuen und verdienten Politikern“ der auswuchernden Städt. Beteiligungen, u.a. der SEG (Stadtentwicklungsgesellschaft). Der Handlungsspielraum der Städt. Beteiligungen wird ohne eine „echte Beteiligung“ der Stadtverordnetenversammlung ständig erweitert – unerträglich ist das!

 

Erheben Sie Ihre Stimme dagegen – jetzt, oder spätestens zur Wahl 2021.

Die Altstadt von Wetzlar braucht den Erhalt der öffentlichen Parkplätze im neuen Stadthaus am Dom. Diese sind dort der Altstadt nah und an der richtigen Stelle.

Erhard K. Breidenstein