Irmer setzt auf die alten Propagandatricks

vierfrauen

In drei Wochen wird er uns  „Christ(!)“-Stollen anpreisen. Vorher aber spielt er mal wieder die Sozialneid-Karte und wirft Öl in´s Feuer der „besorgten Bürger*innen“.Gemeint ist nicht Donald Trump, sondern Hans-Jürgen Irmer, Landtagsabgeordneter der CDU und seit kurzem CDU-Bundestagskandidat für 2017.
Sein Grundanliegen in dem vorliegenden Artikel: Kritik an der deutschen Asylpolitik und konkret die Verhinderung des Familiennachzugs „von drei- bis vier Millionen Muslimen“. Als abschreckendes Beispiel wählt er eine Familie aus Rheinland-Pfalz,  die mit 23 Kindern und 5 Erwachsenen im Jahre 2015 eingereist ist. Vier Ehefrauen, 23 Kinder und ein Ehemann/Vater.

Thorsten Ferdinand, Redakteur der Rhein-Zeitung, hat im August diesen Jahres die Situation dieser zugegeben außergewöhnlichen Großfamilie in einem interessanten Artikel beschrieben  und auch die Schwierigkeiten der Integration der Großfamilie benannt. Der Artikel erschien auf einer Sonderseite der Zeitung, auf der viele positive und einige negative Beispiele der Flüchtlingsaufnahme aufgezeigt wurden. Der Redakteur der Rhein-Zeitung betont , dass die Zahl 30.000 € keine seriöse Grundlage hat und in seinen Recherchen nie aufgetaucht ist. Es handelt sich bei dieser Familie auch nicht um einen Familiennachzug. Die Familie ist als Gesamtgruppe aus Syrien und aus dem Krieg geflüchtet. Weil der Vater so wohlhabend war, hat er es geschafft, alle Familienmitglieder zu retten.

Der Aufreißer „30.000 € monatlich für syrische Großfamilie“ wurde von vorwiegend (extrem) rechtspopulistischen und teils rassistischen Medienorgane wie freiewelt.net, denken-macht-frei.info, fucktheeublog.wordpress.com oder pi-news.net in die „Pegida-Welt“ geblasen und dankbar von vielen anderen Brandstifter*innen und Hetzer*innen übernommen. Auf vielen AfD Seiten hat man den Artikel von Thorsten Ferdinand rechtspopulistisch instrumentalisiert.
Ein gefundenes Fressen für den „AfD-nahen“ Wetzlar Kurier und seine duale Welt.

Die rechten  „Propagandatricks des H.J. Irmers“ sind bekannt. Doch die alte Frage soll trotzdem erlaubt sein:

Wer schützt und verteidigt die Opfer dieses Stammtisch-Journalismusses ?

Notfallboxen, Schulweihnachtskonzerte, diakonische Managerkurse, Pro Polizei und Christstollen helfen da nicht weiter! Es sei denn, irgendjemand hat mal den Mut und distanziert sich von dem populistischen Irmer-Spiel! Der Blick auf den Umgang mit den Äußerungen von Frau Kudla kann da inspirieren.

Hier der Artikel aus der Rheinzeitung: http://www.rhein-zeitung.de/…/westerwald_artikel,-syrischer…