Datum: 4. November 2014

Pressemitteilung zum Aschura-Tag
„Aus der Geschichte richtige Lehren ziehen“
Die Aschura, der zehnte Tag vom islamischen Monat Muharram, ist in der Geschichte der Menschheit als ein Tag, an dem bedeutende Geschehnisse passierten, bekannt. Der Aschura-Tag hat sowohl für die früheren Propheten und ihre Gemeinschaften als auch für die Muslime eine besondere Bedeutung. In relativ jüngerer Geschichte fand an diesem Tag auch die Schlacht von Karbala im Jahre 680 n. Chr. statt. In dieser Schlacht wurden der Enkelsohn des Propheten Muhammad (s.a.s.), Hz. Hussain ibn Ali, seine Familienmitglieder und Gefährten von der übermächtigen Armee des damaligen Kalifen Yazid ibn Muawiyah brutaler Weise massakriert.
Der Aufstand von Hz. Hussain gegen einen mächtigen und tyrannischen Herrscher hat jedoch Generationen inspiriert, die Religionen und Völker hindurch. Bis heute können alle Menschen, unabhängig der Religion, der Kultur und des Volkes, aber besonders die Unterdrückten sich ein Beispiel an seinem Aufstand gegen Unrecht und Unterdrückung nehmen.
An diesem Aschura-Tag gedenken wir Muslime mit unseren Gebeten vor allem unseres verehrten Herrn, des Märtyrers, Hussain, sowie aller Märtyrer von Karbala. In diesem Sinne sprechen wir zugleich allen Unterdrückten, die sich auch heute in ähnlichen Situationen in unterschiedlichen Teilen der Welt befinden, unsere Teilnahme und unser Mitleid aus. Unabhängig von ihrer Herkunft, Religion und Konfession sind alle Unterdrückten in unseren Gedanken und Gebeten.
Insbesondere wir Muslime, ob Sunniten oder Schiiten, dürfen dieses Massaker am Aschura-Tag in Karbala nicht vergessen, nicht deshalb, um neue Anfeindungen und Hass zu schüren, sondern richtige Lehren aus dieser Geschichte zu ziehen. In diesem Sinne und angesichts der gewalttätigen Konflikte in der islamischen Welt mit ihren Auswirkungen auf unser Zusammenleben hier sehen wir uns als sunnitisch-schiitisch besetzter Vorstand einer Religionsgemeinschaft, die sich aus sunnitischen und schiitischen Moscheegemeinden zusammensetzt, in großer Verantwortung und Pflicht, uns vor allem für die Geschwisterlichkeit und Einheit sunnitisch und schiitischer Muslime in Hessen und Deutschland sowie gegen Anfeindungen und Vorurteile zwischen Sunniten und Schiiten hier und mit unseren Möglichkeiten auch in der islamischen Welt einzusetzen. Zugleich rufen wir alle Religionsgemeinschaften; Muslime, Christen, Juden und andere Religionsgemeinschaften, sowie alle Friedfertigen insbesondere in unserem Land auf, sich gegen Unrecht und Unterdrückung überall in der Welt zu erheben, von wem oder welcher Gruppe sie stammen, und gegen wen oder welche Gruppe sie gerichtet sind.
Frankfurt am Main, 4. November 2014
Vorstand der IRH/Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen

Islamische Religionsgemeinschaft Hessen e.V.
Postfach 10 05 45
35335 Gießen

Email: info@irh-info.de
Internet: http://www.irh-info.de

syrien221114

 

„Für Syrien“ –
das ist das Motto des großen Syrien-Abends am Samstag, den 22. November um 19.30 Uhr im Nachbarschaftszentrum Niedergirmes in Wetzlar.
Veranstalter ist der Verein Flüchtlingshilfe Mittelhessen in Zusammenarbeit mit syrischen Flüchtlingen aus der Region.
An diesem Abend soll in der bewährten Mischung aus Film, Musik, Tanz, Literatur, Kultur aus Syrien und kurzen aktuellen Informationen vor allem syrischen Flüchtlingen und syrischen Gästen aus ganz Deutschland die Gelegenheit geben werden…

Bin ich fremd – bin ich deutsch? Bin ich deutsch – bin ich fremd?


Bin ich fremd – bin ich deutsch? Bin ich deutsch – bin ich fremd?
Die Ausstellung findet man in der Franziskanerstraße 4-6 (neben dem Franzis)
Nachdenk-Räume für Menschen die sich fremd fühlen oder das Fremde in sich entdecken wollen.
mehr Infos: hanne-krahe.archenoah-wetzlar.de

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